Kultur(-wirtschaft)
als Baustein der Stadtentwicklung
Die
Kulturwirtschaft stellt nach den Worten Eberts im Zusammenhang
mit der Stadtentwicklung eine erwerbswirtschaftliche Branche dar,
in der Kultur-, Freizeit- und Sportangebote als einTeil der Stadtentwicklungsplanung
zu verstehen sind.
Erste
Vorbemerkung: Alle kulturellen Angebote sind "Lebensmittel",
also Mittel zum Leben für die Stadt. Die Frage erhebt sich,
welchen finanziellen Aufwand wir dafür treiben können.
Zweite Vorbemerkung: Welches sind die Wirkungsfelder von Kunst
und Kultur in unserer Stadt? - z.B. kulturpädagogische Aktionen
in den Stadtteilen.
Und welche Funktionen übernehmen sie? - z.B. Angebote der
Volkshochschule zur Stärkung des Einzelhandels.
Das
städtische Entwicklungspotential liegt dabei in der geteilten
Verantwortung zwischen den
bürgergesellschaftlichen Kultur- und Freizeitangeboten (Kunst-
und Kulturvereine e.V.), den
öffentlich-rechtlichen Kultur- und Freizeitangeboten (Stadttheater,
Bibliotheken etc.) und den
Angeboten der Kunst- Kultur- und Freizeit-Wirtschaft. (Kinos,
Discotheken, Musicclubs, Buchhandlungen, Auktionshäuser,
Kunst- und Antiquitätenmessen usw.)
Häufig
überschätzt werden dabei die Funktionen städtischer
Kulturangebote wie
- Künstlerateliers als wichtige Standortfaktoren
- Kulturangebote als Imagefaktor, u.U. mit der Einschränkung,
dass Kulturangebote
immerhin noch einen Aufmerksamkeitsfaktor nach aussen bilden können.
- Öffentlich geförderte Kulturangebote als Umweg-Rentabilität,
wobei zugestanden
werden kann, dass gute Aktionen, über lange Jahre durch gefördert,
das Image
einer Stadt prägen können
Häufig
unterschätzt werden die Funktionen folgender städtischer
Kulturangebote:
- Angebote aus dem Film-, Buch- und Musikmarkt wie beispielsweise
Kinos,
Discotheken, Kabarettbühnen und private Musikschulen, Buchhandlungen
usw.
Sie können als entwicklungsträchtige Wirtschaftsbranchen
bezeichnet werden.
In der Stadt Köln gehört schon fast jedes 10. Unternehmen
zur Kunst- und
Kulturwirtschaft.
- Kulturangebote als Wohn-Standortfaktoren. Zielgruppengerichtete,
auf Stadtviertel zentrierte Kunst- und Kulturangebote besitzen
einen hohen Identifikationswert für die Bürger einer
Stadt.
- Kulturangebote als Frequenzerzeuger bzw. -verstärker durch
sich ausdifferenzierende Aktionen schaffen Wohnzufriedenheit.
Hier
nach folgend sind die zum Vortrag gehörenden, erklärenden
Graphiken zu sehen.
